Ursachen, Therapie, Plexus cardiacus
Herzrhythmusstörungen / Kreislaufschwäche
Das Verfahren zum Aufzeichnen der Herzströme bzw. die Elektrokardiographie (EKG) oder die Pulsmessung sind schulmedizinische Diagnoseverfahren, die über die Art der Herzrhythmusstörung Aufschluss geben, jedoch ohne eine Information für die eigentliche Ursache bzw. Ursachenkombination zu liefern.
Die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) stellt die Ausgangsbasis unserer naturheilkundlichen Diagnosen dar, womit wir insgesamt 1200 Akupunkturpunkte des Körpers messen und dabei auch jedes Organ einzeln untersuchen können, und zwar detailliert nach der Belastung sowie der Ursache der Erkrankungen.
Bei Herzrhythmusstörungen wird die EAV-Messung an einem speziellen Messpunkt des Herzmeridians, dem plexus cardiacus, angesetzt. Dieser Nerv steuert vom Gehirn aus die Herzschläge, von wo aus er auch – über das Herz – mit den einzelnen Zellen verbunden ist. Demnach ist dieser Herznerv ebenso gestört, wenn eine Herzrhythmusstörung vorliegt.
Bei einer Herzrhythmusstörung liegen die EAV-Messwerte zwischen 70-90 Mikroampere und es zeigt sich die Instabilität des Messwertes in Form des Zeigerabfalls (Minuspunkte), während bei einem gesunden Menschen mit normalem Herzrhythmus zwischen 50-70 Mikroampere auf der Skala des EAV-Messgeräts angezeigt werden.
Viren und Bakterien als Störfaktoren
Ein belasteter Herznerv macht sich über Herzrhythmusstörungen bemerkbar und unterliegt einer Vielzahl von Störfaktoren. Die Hauptstörfaktoren, die in der Summe den Herznerven chronisch schädigen können, sind Grippeviren wie der Coxsackie-Virus, die Bakterientoxine wie Streptococcen, weitere subchronische Infekte und chemische Belastungen.
Nach unseren Untersuchungen stellen die Coxsackie-Grippeviren die häufigste Belastung des Herznervs dar. Nach dieser Virengruppe kommen die Toxine der Streptococcen-Bakterien, die das Herz indirekt sehr stark schädigen können. Sie befallen zunächst andere Organe, wie z.B. Nasennebenhöhlen, Mandeln oder die Niere, von wo aus sie dann latent eine Erkrankung auslösen, die wiederum zu dauernden Herzsnervstörungen führt.
Einerseits sind Streptococcen-Infekte so symptomarm, dass der Patient davon kaum etwas bemerken kann, andererseits sind Streptococcen so resistent, dass sie selbst bei einer Einnahme von Antibiotika nur in den seltensten Fällen ganz verschwinden. Streptococcen-Infekte sind für die Herzrhythmusstörungen im Körper mitverantwortlich, wie wir auch bei 80 Prozent der Bluthochdruckpatienten festgestellt haben.
Weitere Infekte, die Herzrhythmusstörungen mit verursachen können, sind der Herpes-Simplex-Virus, die Borrelientoxine und der Eppstein-Barr-Virus u.v.a.m., welche in einer hohen Konzentration für das Herz und den Organismus insgesamt sehr gefährlich werden können. Auch chemische Belastungen durch Holzschutzmittel, Weichmacher aus Kunststoffen, Ölfarben usw. können Herzrhythmusstörungen mit auslösen.


Nebenfaktoren für Herzleiden sind Narbenfelder, psychische Belastungen sowie Stress, die im Zusammenspiel mit bis zu 15 anderen Belastungen ebenfalls eine ernsthafte Störung des Herznervs bewirken. Darüber hinaus sind Darm- oder Gelenkerkrankungen zu nennen, die sich indirekt schädigend auf den ganzen Körper ausüben und seine Genesung behindern können.
Naturheilkundliche Methoden zur Linderung von Herzrhythmusstörungen
In der Naturheilkunde gibt es für Herzrhythmusstörungen sehr gute Therapiemöglichkeiten: Viröse oder bakterielle Herznervbelastungen – aufgrund von Coxsackie-Viren, Streptococcen-Bakterien und weiteren Infekten – können naturheilkundlich ausgeheilt werden, wenn der Patient sich einer Art „homöopathischer Impfung“ bzw. der Nosoden-Therapie unterzieht. Wenn die Herznervbelastung z.B. auf Streptococcen zurückzuführen ist, dann wird von den Streptococcen eine Verdünnung im Verhältnis 1:10 000 = D4 hergestellt, die dem Patienten dann in Tablettenform täglich zugeführt wird.
Mit einer Nosoden-Therapie, die in der Regel sechs bis zwölf Wochen dauert, wird der Körper zu einer Antikörperbildung – in diesem Fall gegen Bakterien, in einem anderen Fall gegen Viren – mobilisiert: Antikörper sind in der Lage, die Infektion zu beseitigen. Durch die aktivierten Selbstheilungskräfte kann der Körper sich also selbst entgiften.
Bei einer starken Schädigung des Herzens kann die Nosoden-Therapie noch zusätzlich durch die Verabreichung von pflanzlichen Mitteln unterstützt werden. Zur Stärkung des Herzens setzen wir oft das organstärkende Medikament Plexus cardiacus von der Firma Wala, Strophanthin oder Weißdorn (Crataegus) ein.

Grundsätzlich sind Darmsanierungen bzw. Entsäuerungstherapien zu empfehlen, um indirekte Belastungen bei Herzpatienten auszuschließen.
Zu einer erfolgreichen Ausheilung von Herzrhythmusstörungen kann außerdem die orthomolekulare Therapie wesentlich beitragen: Das Immunsystem kann durch die Versorgung mit orthomolekularen Substanzen, vor allem mit Spurenelementen (z.B. Zink, Selen oder B-Komplexe) genügend gestärkt werden, um sich den Belastungen im Körper zu widersetzen.
Therapieerfolgsaussichten
Mit der Nosoden-Therapie bzw. der „homöopathischen Impfung“ haben wir bei unseren Patienten mit Herzrhythmusstörungen überraschend gute Erfolge erzielen können: In über 80 Prozent der Fälle konnten die Patienten nach sechs bis neun Monaten dauerhaft ausgeheilt werden. Darunter waren sogar Patienten mit langandauernden Herzrhythmusstörungen, die bereits über fünf bis zehn Jahre andauerten. Dabei kamen die Patienten oft zunächst aus ganz anderen Gründen und teils von weither zu uns. Nach einer positiven EAV-Diagnose, die in unserem Haus gründlich durchgeführt wird, setzten wir die „Nosoden-Therapie“ mit guten Erfolgen ein.
Abschließend ist zu sagen, dass viele Menschen eine ganze Reihe von Erkrankungen in sich tragen, ohne etwas zu bemerken. Deswegen finden wir es für unsere Patienten umso wichtiger, mit einer gründlichen Untersuchung mit Hilfe der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) möglichst alle Belastungsfaktoren, welche sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, zu erkennen und anschließend zu beseitigen. Dabei geht es in erster Linie darum, das Immunsystem insgesamt zu entlasten.

